Die Tiroler Organistin Elisabeth Hubmann, zurzeit vor allem aktiv in Innsbruck, Genf und Amsterdam, beschäftigt sich mit alter und zeitgenössischer Orgelmusik und fördert einen transdisziplinären, anti-reduktionistischen Zugang zur Orgel. In ihrer Arbeit als Musikwissenschaftlerin erforscht sie insbesondere die Schnittstellen zwischen Anthropologie, kulturellem Erbe, Hörpraktiken, Instrumentenbau und praxisorientierter Forschung (artistic research). Im Rahmen eines Doktorats an der Vrijen Universiteit Amsterdam forscht sie über moderne Orgelkulturen, historisches Klangerbe und deren Resilienz. Als Interpretin spielt sie ein breites Repertoire auf historischen und modernen Tasteninstrumenten. Sie tritt regelmäßig in internationalen Konzertserien auf und kollaboriert in diversen Musik- und Rechercheprojekten, unter anderem mit: Orgelpark Amsterdam (NL), Schnitgertage Ganderkesee (D), Schwaz Silberstadt Orgelkonzerte (AUT), Oude Kerk Amsterdam (NL), musik+ (AUT), Musée suisse de l´orgue Roche (CH), Stift Admont (AUT), Registri (IT), Toulouse les Orgues (FR), Carinthischer Sommer (AUT), Cathédrale d´Annecy (FR), St. Antonius Oberkassel (D), Verspérales Temple d’Aubonne (FR), Internationale Orgelwoche Paderborn (D), Sound Rebellion, VRVN (CH), u.v.m. Aktuell arbeitet sie an einem kollaborativen Kompositionsprojekt für die Utopa (Hyper-)Orgel in Amsterdam. 

Musik und Kunst stellen sich ihr weniger als ein Beruf dar, sondern viel eher als Lebenseinstellung, Dedikation, Bereitschaft, und als ein Perzeptionsfilter, der nicht nur Wahrnehmung lenkt, sondern auch Verstehen ermöglicht. Musik kann im anthropologischen Komplex ein Schlüssel sein, um Türen in verschiedene Lebenswelten zu öffnen (frei nach Jim Morrison). Fasziniert von traditioneller Musik und Umweltklängen betrachtet sie musikalische und künstlerische Praktiken als die wichtigsten Ressourcen für nachhaltiges Denken und Handeln.